Die zweite Kirche - Die Folgen der Reformation
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Eine Beruhigung des Religionsstreits brachte erst der Friedensvertrag nach dem Villmergerkrieg (1712). Darin wurden die Rechte, die Bezeichnung wie auch die Verteilung der politischen Ämter geregelt.

Das paritätische (gleichberechtigte) Prinzip wurde eingeführt. Die Voraussetzung für eine neue, gemeinsam genutzte Kirche, die gross genug war für das gewachsene Dorf, war somit gegeben. Für den Neubau des Kirchenschiffs wurde Baumeister Jakob Grubenmann von Teufen beauftragt. Diese Kirche, die im Dezember 1726 eingeweiht wurde, hatte zwei Taufsteine und für die Bedürfnisse der Katholiken drei Altäre.

Mit dem neuen Kirchbau war eine Zeit der gegenseitigen Akzeptanz angebrochen. Die Forderung der Unabhängigkeit des Kantons einte die Parteien. 1803 kam der Thurgau zur Eidgenossenschaft. Zwar brachte der Sonderbundkrieg nochmals etwas Unruhe ins Dorf. Doch die Bundesverfassung von 1848 festigte den religiösen Frieden. Wenn es auch kein Miteinander gab, so war es doch ein recht friedliches Nebeneinander.