Richard Häberlin

Wir halten Abstand. Aber im Glauben zusammen.

Ausblick<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-weinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1</div><div class='bid' style='display:none;'>1938</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

"Wir halten Abstand. Aber im Glauben zusammen." Unter dieses Motto hat die St.Galler Schwesterkirche die kommende Zeit des notwendigen Abstand-Nehmens bei gleichzeitigem persönlichen Innehalten und stillem Beten gestellt. Folgendes Gebet möge hierzu hilfreich sein.
Richard Häberlin,


Gütiger Gott, du mutest uns viel zu in diesen Tagen.
Wir sind ratlos, was angesichts der Epidemie zu tun ist.
Das Zusammenleben wird so seltsam verkrampft.
Wieviel Abstand müssen wir halten?
Wie zeigen wir uns Zuneigung ohne Berührung?

Die Zusammenhänge sind auch so kompliziert.
Die größten Einschränkungen des Alltags erleben die Kinder und ihre Eltern.
Doch eigentlich geht es darum, ältere und chronisch kranke Menschen zu schützen.
Die Maßnahmen, die getroffen werden, reißen uns aus alten Gewohnheiten.
Wie gehen wir damit um, dass wir anders oder gar nicht mehr arbeiten dürfen?
Werden wir die Epidemie gemeinsam meistern oder werden sich Egoismus und Rücksichtslosigkeit bald wieder breitmachen?

Gott, schenk du uns das richtige Maß schenkst aus Vorsicht und Gelassenheit.
Mach uns stark darin, für andere mitzudenken und sie dennoch nicht zu bevormunden.
Mach uns lernfähig, so dass wir aus dem Erlebten etwas mitnehmen für die Zeit danach, so dass es auch etwas Gutes hat, was uns zugemutet wird.
Auch wenn die Prognosen andere sind, bitten wir dich um ein baldiges Ende der Ansteckung und der Angst davor. Amen.


nach: Georg Rieger, in: App «from», 14. März 2020
Bereitgestellt: 17.03.2020     Besuche: 103 Monat