Richard Häberlin

Gemeindewochenende in Rüdlingen SH

2018 Gemeindewochenende<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-weinfelden.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>260</div><div class='bid' style='display:none;'>2533</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>

2018 Gemeindewochenende

Unter dem Motto "Auf Gott hören" trafen sich am Wochenende vom 2. und 3. Juni in Rüdlingen SH Jung und Alt in unbeschwerter Atmosphäre. Das jährliche Gemeindewochenende ist ein beziehungsfreundlicher Anlass, der auch neu Dazugekommenen Gelegenheit bietet, Kontakte zu knüpfen und zu vertiefen.
Richard Häberlin,
Wie drei Generationen einer Familie (Niederhäuser / Trüssel) das Gemeindewochenende erlebt, wie sie gehört / zugehört / dazugehört haben, schildern sie im Folgenden:

Das Wochenende war dem achtsamen Hören gewidmet. Welches Geräusch ist dir am meisten in Erinnerung geblieben?
G1 Eingebettet in Vogelgezwitscher, Motorengeräusche, Kinderstimmen ganz überraschend: Alphornklänge. G1 Das fröhlich muntere Stimmengewirr beim Essen. G3: Die Stimme der Frau, die aus dem Busch kam. G2: Das Quietschen des Bettes, mit welchem ich mich selber immer wieder geweckt habe. G3: Das Geräusch der Drohne. G2: Gewehrsalven vom nahegelegenen Schiessstand hatten wir während dem Gemeindewochenende nach meiner Erinnerung noch nie.

Ist dir am Wochenende auch zugehört worden?
G2: Ja, in der Gruppe oder auch in individuellen Gesprächen in der Freizeit. G1: In den Gruppen, die ich besucht habe, ist das Zuhören und Gehörtwerden wohltuend und intensiv gelebt worden und auch ausserhalb der Gruppenarbeit war die Achtsamkeit spürbar. G2 Zugehört wurde mir auf sehr vielfältige Weise. Ich durfte austauschendes, humorvoll-unterhaltendes und anteilnehmendes Zuhören erleben. Es war jedesmal intensiv, wohlwollend und ganz anders.

Hast du Hören auch spielerisch erlebt?
G1: Blind geführt werden, den Weg nicht kennen und sich doch in sicheren Händen zu wissen, vertrauen, dass es schon gut kommt, auch wenn Unebenheiten auftreten – eine tolle spielerische Übung. G2: Diese mir sehr entsprechende Möglichkeit, mich mit einem Thema auseinanderzusetzen, wurde in einem Workshop angeboten. Schön, dass auf die verschiedenen Bedürfnisse, sich mit einem Thema zu vertiefen, «gehört» wurde. G2: Die spielenden Kinder habe ich hörend wahrgenommen, während wir in unserer Gruppenzeit nicht gerade spielend, aber zumindest musisch am Werke waren.

Auf Gott hören ist ja nicht immer einfach. Ist es dir irgendwie gelungen?
G2: Beim gemeinsamen Singen. G3: Mit Hilfe der App «Bibletunes». G1: Während einer fast schlaflosen Nacht wurde es sehr still; das war vielleicht die Stille Gottes. G1: Während dem Singen «Lass die Worte/Gedanken, die ich hab, dein Herz berührn, mein Gott» und während der Stille in der Gruppe von Ute und Thomas der Satz, der mich ansprang: «Wage zu träumen». Meine und deine Gedanken, Worte, Träume sie kommen, sind einfach da. Sie haben ihre Wichtigkeit. G2: Einen Schritt zurücktreten, innehalten und die wunderbare Schöpfung bestaunen. Ja, in dieser Ruhe durfte ich Gott hören und erleben.

Wie hast du es mit dem Weghören gehabt?
G1: Es gibt einzelne Liedtexte, bei denen hilft mir nur Weghören. G2: Am Abend beim gemütlichen Beisammensitzen habe ich mich nach einer Weile herausgenommen. Dieses «Weghören» wiederum ermöglichte ein intensives Gespräch, in dem gehört und zugehört wurde.

Was haben deine Ohren am Gemeindewochenende vermisst?
G1: Die Stimme von Johannes. Danke, Daniel, dass du sie dennoch zur Sprache gebracht hast. G2: Mehr gemeinsames Singen, evtl. auch am Abend.

Wie hast du dein Zugehörigsein erlebt?
G2: Bereits die Teilnehmerliste zeigt, dass man an diesem Wochenende dazugehört; ein Hallo hier und dort, ein angeschriebenes Zimmer, Kaffee und Kuchen und erste Gespräche beim Eintreffen und man versinkt in das Gemeindewochenende-Feeling...
G3: Bei allem, was cool war: beim Essen, beim Schlafen im grossen Schlafraum, beim Volleyballspielen und einfach bei allem. G3: Bei der Anreise mit dem Schlauchboot und bei der Heimfahrt in Helmuts Cabriolet. G1: Gespräche quer durch die Generationen, Essgemeinschaft, Stille, Alleinsein und Aktionen in Gruppen. Das Zugehörigsein war nicht abhängig von dem, was gerade gemacht wurde. Die Diversität hat die Verbundenheit gestärkt. G2: Überall, wo ich ein Teil von etwas bin, gehöre ich dazu. Bei der Anreise im Schlauchboot als Teil der Familie, beim Singen als Teil einer wunderbaren Musik, bei den Workshops als Teilnehmende – als Teil unserer Kirchgemeinde.



Bereitgestellt: 28.06.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch